"Geschlossene Gesellschaft" von Dali Touiti.
Foto: Oskar Henn





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Electric Body

Tanzperformance im Rahmen von Auftouch

 

Choreographie: Dali Touiti

Tänzer: Elodie Lavoignat, Dali Touiti

 

Bewegungen entstehen sehr unterschiedlich und können verschieden interpretiert werden. Es stellt sich die Frage nach dem Woher und Warum einer Bewegung, ihrer Geschwindigkeit, ihrem Rhythmus.

In seinem Pas de Deux „Electric Body“, das Dali Touiti mit seiner Partnerin tanzt, macht er die Energie als Ausgangspunkt jeder Bewegung zum Thema. Es entstehen Variationen zu verschiedenen Energiezuständen des Körpers, die sich je nach Intensität und Ursprung sehr unterschiedlich ausdrücken. Gleichzeitig steht der Einfluss von Techniken und Traditionen auf Qualität und Umsetzung einer Bewegung im Mittelpunkt.

Dynamik und elektrisierende Impulse, kontrollierte Körperarbeit oder Ruhe, die dennoch bewegt.

 

Die Arbeit befindet sich noch in der Entwicklung, es würden einzelne Passagen, Studien gezeigt werden, ein work in progress.

 

 

 

"Geschlossene Gesellschaft"

Tanzperformance von Dali Touiti

 

Premiere: 1. Juni 2005

weitere Aufführungen: 2., 3., 4. und 5. Juni 2005

Uhrzeit: 20.30 Uhr

Dauer: ca. 60 Minuten

Ort: i-camp/NT: Neues Theater, München

Entenbachstr. 37, 81541 München

www.i-camp.de

Tickets unter: info@i-camp.de und Fax 089/654325

 

Choreographie: Dali Touiti

Tänzer: Elodie Lavoignat, Damien Liger, Dali Touiti

Licht: Stefan Hassenzahl, Dali Touiti

Musik/Komposition: Alfred Schnittke „concerto grosso, Nr. 1“

Kostüme: Katharina Brunnenkant

Grafik: Michael Zuther

 

"Hölle, das sind die anderen." (Sartre)

 

"Geschlossene Gesellschaft" ist inspiriert von Sartres Theaterstück, der hochkonzentrierten Geschichte um drei Menschen in einem geschlossenen Raum. Sie verbringen unwiderruflich den Rest der Ewigkeit miteinander. Drei Positionen, jede für sich. Kontakt zum anderen ist Bedürfnis und Unmöglichkeit zugleich. Aus einer explosiven Mischung an Emotionen - Angst, Misstrauen und Eifersucht - entwickeln sich zwangsläufig Beziehungen, mit wechselnden Protagonisten und von unterschiedlichem Charakter. Wechselseitige Abhängigkeiten entstehen, aufgebrochen durch den jeweils Dritten als Motor der Entwicklung.

 

"Geschlossene Gesellschaft" ist Tanz pur. Die Geschichte in Dialogen wird übersetzt in reine Körpersprache. Sie allein entwickelt und treibt die Geschichte voran. Eine starke, expressive Bewegungssprache prägt die Arbeiten von Dali Touiti, die er aus dem Zentrum der Emotionen heraus entwickelt. Sie verleiht der Abgrenzung Ausdruck wie der Suche nach Nähe. Sie schmiegt sich an und stößt ab. Sie schöpft Kraft aus der Erde und erhebt sich in die Luft. Sie gibt Impulse an den anderen und ergibt sich seinem Werben. Sie verbindet und überbrückt Gegensätze. Sie entzweit.

Das Solo ist der Ausgangspunkt. In Verbindung mit einem anderen wird es zu einem intensiven Pas de deux, das sich ausdehnt zu einer Menage á trois, die wieder zerfällt in drei Soli. Synchron oder gegeneinander getanzt sind sie Suche nach der eigenen Position. Am Ende bleibt die Einsamkeit zu dritt.

 

"Geschlossene Gesellschaft" von Dali Touiti ist ein Spiegel für die Variationen menschlicher Beziehungen zwischen Eitelkeit und Passivität, zwischen Abhängigkeit und Selbstbewußtsein. Sinnbild für die grundsätzliche Diskrepanz zwischen Erstarrung und Stereotypen auf der einen und der Freiheit, sich zu entscheiden, auf der anderen Seite.

 

 

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